Geschlechtervielfalt an Luxemburger Sekundarschulen

by Rassel Valérie

lundi 13 août 2018/Catégories: Pédagogie

Die vorliegende Arbeit, mein travail de candidature, befasst sich mit der Situation junger trans’Schüler_innen[1] innerhalb Luxemburger Sekundarschulen, deren Zuweisungsgeschlecht von ihrem selbst empfundenen Geschlecht bzw. ihrer geschlechtlichen Selbstwahrnehmung abweicht. Das Thema der geschlechtlichen Vielfalt und die bestehenden sozialen Schwierigkeiten, die trans’Schüler_innen innerhalb ihres Schulalltags erfahren, sollen in mehreren Facetten dargestellt werden. Vor allem bei trans’Schüler_innen lässt sich eine hohe Verletzbarkeit feststellen, da das Risiko, Stigmatisierungen und Gewalteinflüssen ausgesetzt zu sein, sehr hoch ist. Wiewohl die Pubertät ohnehin für viele Jugendliche eine sehr sensible Phase darstellt, in welcher sich die Weichen für ihre aktuelle und zukünftige Entwicklung stellen. Belästigungen und Misshandlungen führen diesbezüglich zu enormen Belastungen, die der Konstruktion sowie Wahrnehmung ihrer Identität in einem binären Schulwesen im Wege stehen. Als Indikatoren für den Umgang mit diesen Belastungen lassen sich aufkommende Angstzustände, Selbstverletzung und Depressionen nennen. Wobei eine erhöhte Suizidalität die Spitze des Eisberges darstellt. Viele Schulen sind sich nicht darüber bewusst, dass sie schulpflichtige trans’Schüler_innen innerhalb ihrer Schule unterrichten, da eine sehr große Vielzahl der trans’Schüler_innen nicht sichtbar werden. Diese Arbeit soll einen exploratorischen qua ersten Einblick über situationsbedingte Belastungsfaktoren und die Bewältigung alltäglicher Anforderungen von trans’Schüler_innen in Luxemburger Sekundarschulen leisten. Daraus leitet sich die Forschungsfrage ab: Welche Ressourcen werden seitens des Lehrpersonals in Luxemburger Sekundarschulen benötigt, um ein_e Schüler_in, deren/dessen Zuweisungsgeschlecht von ihrem/seinem geschlechtlichen Sein abweicht, gemäß der geäußerten Bedürfnisse angemessen zu begleiten? Als Handlungsmöglichkeiten hinsichtlich dieser Frage werden umsetzbare Inklusionsansätze zur Begleitung und Unterstützung von trans’Schüler_innen seitens der Schulleitung, Lehrkräfte sowie der gesamten schulischen Belegschaft aufgezeigt.

 

[1] Um der Vielfalt aller Geschlechter Rechnung zu tragen, wird hier und im Folgenden auf das generische Maskulinum „Schüler“ verzichtet.

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