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Travaux de candidature

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mercredi 26 janvier 2022 / Catégories: Langues, Allemand

Historische Frauenfiguren im Fokus von Biografien bzw. von ,biografisch ausgerichtetenʻ Werken des 20. Jahrhunderts: Stefan Zweigs „Marie Antoinette“, Hannah Arendts „Rahel Varnhagen“ und Dieter Kühns

Strotz Nathalie

Die Biografie, deren Ursprünge bis in die griechische Antike zurückreichen, nimmt seit jeher einen Platz zwischen der Wissenschaft und der Kunst ein. Eine genaue Gattungsbestimmung zahlreicher Werke, die als der Biografie zugehörig empfunden werden, gleichzeitig jedoch teilweise völlig unterschiedlich konzipiert sind, lässt sich nicht immer eindeutig vornehmen. Insbesondere kann dies darauf zurückgeführt werden, dass neben der Biografie im engeren Sinn mehrere ihr ähnelnde und sie zum Teil überschneidende Gattungsbezeichnungen nebeneinander bestehen. Diese sind nicht selten kaum voneinander zu differenzieren.

Wird die vorliegende Arbeit in einem ersten Schritt den Versuch einer Abgrenzung der Begrifflichkeit Biografie von mehreren ihr sinnverwandten Ausdrücken unternehmen, soll im Folgenden ein Überblick bezüglich der Entstehung und Entwicklung dieser Textform geboten sowie der Frage nachgegangen werden, welchen Raum Frauen innerhalb des Genres Biografie einnehmen. Im Rahmen dieses theoretischen Teils bietet es sich ebenso an, mehrere in der Forschungsliteratur vertretene Thesen bezüglich der Biografie aufzugreifen.

Im Anschluss sollen konkrete Werke im Fokus dieses travail de candidature stehen. So werden Stefan Zweigs Marie Antoinette. Bildnis eines mittleren Charakters, Hannah Arendts Rahel Varnhagen. Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin aus der Romantik sowie Dieter Kühns Josephine. Aus der öffentlichen Biografie der Josephine Baker im Zentrum dieser Arbeit stehen. Bevor das Augenmerk auf die drei genannten Bücher, die allesamt im weitesten Sinne als Biografie bezeichnet werden können oder zumindest Überschneidungspunkte zu dieser aufweisen, gerichtet wird, soll den Fragen, inwiefern bei den drei Autoren ein besonderes Interesse für die Biografie besteht, worauf dieses jeweils zurückzuführen ist und welche konkreten Intentionen damit verfolgt werden, nachgegangen werden. Der anschließende Versuch einer genauen Gattungszuordnung der drei genannten Werke stellt einen weiteren Teilbereich der vorliegenden Untersuchung dar. Darüber hinaus soll eine kritische Auseinandersetzung mit der von Zweig, Arendt und Kühn individuell gewählten Darstellungsweise ihrer Protagonistinnen sowie mit der jeweils eingenommenen Erzählhaltung erfolgen.

Ein Schwerpunkt dieser Arbeit besteht folglich darin, zu veranschaulichen, wie vielfältig die Autoren mit historischen Persönlichkeiten umgehen und dabei verschiedene Annäherungsmöglichkeiten, Erzählhaltungen und Darstellungsweisen wählen. In diesem Zusammenhang soll auch ersichtlich werden, wieso Zweig, Arendt und Kühn sich gerade diesen Personen angenommen haben.

Neben einer mehr oder weniger isoliert voneinander vorgenommenen Betrachtung der drei genannten Bücher findet ebenfalls ein direkter Vergleich der Werke statt. Sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede sollen dabei aufgegriffen und analysiert werden. Schließlich verfolgt diese Arbeit ebenso das Ziel, die bereits im Theorieteil angesprochenen und in der Sekundärliteratur verbreiteten Thesen erneut aufzugreifen und auf ihre Schlüssigkeit hin zu untersuchen.

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