Flüchtlinge in Luxemburger Sekundarschulen - Erste Schritte von der Alphabetisierung bis zur Berufsausbildung

by Bock Julie

vendredi 10 août 2018/Catégories: Travail de candidature, Branches, Allemand

Diese Arbeit (travail de candidature) verfolgt das Ziel, sich mit dem deutschen Sprachunterricht von
CLIJA Schülern in Luxemburger Sekundarschulen auseinanderzusetzen und sowohl ein theoretisches
Konzept zu gestalten und Hintergrundinformationen zum DAF-Unterricht (Deutsch als Fremdsprache)
auf Flüchtlingsklassen zu geben, als auch einen ganzjährigen Kurs mit Sachanalyse, Didaktik und
Methodik sowie Material auszuarbeiten.
Der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit wird insofern neu sein, als dass sie sich mit den
spezifischen Begebenheiten der Flüchtlingsproblematik und der Klassenzusammensetzung von CLIJA
Klassen in Luxemburg auseinandersetzt, als auch, dass ein Kurs für ein erstes Jahr Deutsch für den
technischen Sekundarunterricht entwickelt wird, der bereits darauf ausgerichtet ist, den Schülern die
Integration in normale Berufsausbildungsklassen zu erleichtern. Die meisten pädagogischen Arbeiten
zu ähnlichen Themen setzen sich entweder nur mit der Alphabetisierung, dem Erwerb von Deutsch als
Fremdsprache oder Integrationskursen auseinander, ohne diese einzelnen Aspekte jedoch
miteinander zu verknüpfen und die spezifischen Problematiken oder Überschneidungen mit
Flüchtlingsklassen zu beachten. Bei Ausarbeitungen von Deutschkursen für Flüchtlinge wird des
Weiteren oftmals nur ein sehr kurzer Einblick in die deutsche Sprache gewährleistet, der nicht mit
einem vollständigen Sprachkurs vereinbar ist. Aus diesem Grund versucht dieser Beitrag ein
Gesamtkonzept für die Luxemburger CLIJA Klassen zu entwickeln, der alle diese Aspekte miteinander
verbindet und sowohl einen theoretischen Teil für Lehrende, die solche Klassen betreuen, als auch
einen praktischen Teil für den konkreten Einsatz im Unterricht umfassen soll.
Zuerst wird kurz auf die Flüchtlingssituation in Luxemburg eingegangen und die verschiedenen
Organisationen und Administrationen, die für die Jugendlichen zuständig sind und sie betreuen,
werden vorgestellt, um einen Überblick über die einzelnen Zuständigkeiten zu geben. Dann wird auf
die unterschiedlichen in Luxemburg angebotenen Flüchtlingsklassen eingegangen und ihre
Unterschiede kurz hervorgehoben.
Ein zweites Kapitel beinhaltet alle didaktisch-methodischen Überlegungen, von der Alphabetisierung
über den DaF-Unterricht, zu den Sprachniveaus, den Lernzielen und Unterrichtsvoraussetzungen hin
zur Binnendifferenzierung und den Sozialformen. In diesem Kapitel werden nicht nur Überlegungen
zur Informationsvermittlung angestellt, sondern die zu behandelnden inhaltlichen Themen auch
sachlich analysiert und aufgearbeitet.
Nach diesem theoretischen Block werden die beiden nächsten Kapitel die praktische Ausarbeitung
eines Kurses beinhalten. Im dritten Kapitel wird ein Basis-Alphabetisierungskurs in Hinblick auf einen
A1-Deutschkurs ausgearbeitet, der Lernenden als Einstieg nutzen oder als Unterstützung ihres A1-
Kurses bei Schreibproblemen helfen kann, und die Grundlage für den Einstieg in das Luxemburger
Schulsystem bildet. Das vierte Kapitel hat einen vertiefenden und binnendifferenzierten A1-Kurs zum
Gegenstand, beginnend bei der Auswahl eines Lehrwerks bis zur Ausarbeitung von Arbeitsblättern und
Informationen zur Integration von pädagogischen Lern-Apps.
Abschließend werden die Resultate dieser Arbeit zusammengefasst und durch die Umsetzung des
Kurses in der Praxis reflektiert.

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