Ökologische Untersuchungen zu den Populationen von Pieris mannii Mayer 1851 nördlich der Alpen und speziell im Naturschutzgebiet Haardt bei Düdelingen (Lepidoptera, Pieridae)

by Christine Goedert

mercredi 1 avril 2015/Catégories: Travail de candidature, Branches, Biologie

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden erstmals an zwei verschiedenen Standorten des Naturschutzgebiets Haardt die Populationen des Karstweißlings (P. mannii) ökologisch analysiert. Dabei wurden alle Entwicklungsstadien des Falters untersucht, sowie auch die Raupennahrungspflanzen und Nektarpflanzen. Im Jahr 2012 wurden während der gesamten Flugzeit von P. mannii einmal pro Woche an den zwei Standorten freilandökologische Untersuchungen durchgeführt. Dabei konnten insgesamt 1.238 Eiern, 832 Raupen und 299 Faltern erfasst werden.
Die Eier von P. mannii werden von den Weibchen bevorzugt einzeln und meistens an der Blattunterseite von Iberis amara L. (Bittere Schleifenblume) abgelegt. I. amara ist zugleich auch die Nahrungspflanze der Raupen. Weder Eier noch Raupen konnten im Untersuchungsgebiet Haardt an anderen Pflanzen gefunden werden. Die Falter wurden auf verschiedenen Nektarpflanzen beim Saugen beobachtet.
P. mannii flog im Untersuchungsjahr 2012 in vier sich überlappenden Generationen. Da die Anzahl der Generationen aber stark von den Wetterbedingungen abhängt, wäre es möglich dass sich in günstigen Jahren fünf Generationen bilden. Die Markierung-Wiederfang-Untersuchungen lieferten leider nicht die gewünschten Ergebnisse. Die Wiederfangrate war einfach zu gering, um eine zuverlässige Populationsgröße daraus zu ermitteln.
I. amara blüht in dieser Region von Ende März bis Ende Oktober. Man findet die Pflanze hauptsächlich im Geröll von Abbruchkanten, also auf trockenem, steinigem und kalkhaltigem Untergrund. Vereinzelt wächst sie auch auf kleinen, offenen Gesteinshaufen im Trockenrasen.
Um den Bestand von P. mannii und I. amara nicht zu gefährden, ist es wichtig den Erhalt des gesamten Lebensraums zu sichern. Bereits eingeleitete Schutzmaßnahmen müssen bestehen bleiben und zusätzlich ist die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung ein wichtiger Aspekt, der mit dazu beitragen kann diese Arten in ihrem wertvollen Lebensraum zu erhalten.

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