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mercredi 10 juin 2015 / Catégories: Sciences humaines et sociales, Géographie

Die Förderung praxis- und handlungsorientierter Lernanlässe durch den Einsatz einer manuellen Wetterstation im Geographieunterricht

Claire Jussac

Das Wetter gehört zu den zentralen Themen im Geographieunterricht und wird in verschiedenen Klassenstufen unterrichtet. Dieses Thema ermöglicht praxis- und handlungsorientierte Gestaltungsmöglichkeiten aus der unmittelbaren Erlebniswelt. Diese Arbeit beschreibt ein fachbezogenes Unterrichtsprojekt, welches praxisnahes Arbeiten durch den Einsatz einer manuell betriebenen Wetterstation und autonomes Lernen fördert.

Zunächst wurden theoretische Grundlagen aus der Fachliteratur zu den Themengebieten „Außerschulischer Lernort“, „Handlungs- Und praxisorientierter Unterricht“ sowie „Informations- und Kommunikationstechnologien“ untersucht und ausgewertet. Diese Ansätze bildeten die Grundlage für das Unterrichtsprojekt. Dann wurden die einzelnen Arbeitsabläufe bis zur Errichtung der manuell betriebenen Wetterstation erläutert. Die Standortanforderungen einer Wetterstation, die Bauanleitung einer Wetterhütte, die Funktionsweise und Benutzung der meteorologischen Messinstrumente sowie die wichtigsten Kriterien zur nicht-instrumentellen Wetterbeobachtung entsprachen international geltenden Richtlinien. Diese Ausführungen sollten Lehrpersonen dazu anleiten, ein ähnliches Projekt umzusetzen. Die wichtigsten Arbeitsschritte wurden in Form einer Checkliste zusammengefasst.

Der Arbeitsauftrag der Schüler lag in der eigenständigen und selbstverantwortlichen Wetterbeobachtung (Lufttemperatur, Luftfeuchte, Luftdruck, Niederschlag, Windgeschwindigkeit, Bewölkung) auf dem Messfeld mithilfe einer anschaulichen Handreichung. Durch den Umgang mit realen Gegenständen – den meteorologischen Messinstrumenten - erlernten sie die Anwendung von verschiedenen Messtechniken und wurden zum selbsttätigen Handeln motiviert.

Ihre Messergebnisse notierten sie auf einem Protokoll. Nach der Messfeldbetreuung wurden die Wetterdaten in einem Abschlussbericht festgehalten und analysiert. Durch die Einbeziehung des Computers erhielten die Schüler eine informationstechnische Grundbildung und erweiterten ihre IKT-Kenntnisse. Zudem entwickelten sie erste Kernkompetenzen zum wissenschaftlichen Arbeiten und ihre Fähigkeiten zum kritischen Denken.

Neben den erwarteten Kompetenzen des Unterrichtsministeriums entwickeln die Schüler weitaus mehr Schlüsselqualifikationen, die in der späteren Lebens- und Arbeitswelt zunehmend wichtiger werden. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass die Medienkompetenzen in einem weitaus höheren Maß als geplant, entwickelt wurden. Nach der Umsetzung des fachbezogenen Unterrichtsprojektes wurde die Arbeit selbstkritisch analysiert und die Schülerrückmeldungen ausgewertet. Zudem wurden Verbesserungsvorschläge unterbreitet und das Projekt als Gesamtes reflektiert.

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