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forum papers ist eine Initiative der

Zeitschrift forum in Zusammenarbeit mit
dem SCRIPT des Bildungsministeriums.

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forum papers bringt eine Auswahl von Texten, die zum überwiegenden Teil der luxemburgischen Monatszeitschrift forum entstammen und hier für den Unterricht aufbereitet wurden.
Im Zentrum jeder Ausgabe steht ein aktuelles Thema, das aus verschiedenen, auch sehr persönlichen Perspektiven beleuchtet wird. Neben rezenteren Texten finden sich auch ältere forum-Beiträge, die zeigen, wie sich das Thema in den Jahren entwickelt hat. Komplettiert wird das Dossier durch ein Glossar sowie eine weiterführende Infografik.
Die Autoren sind größtenteils Leute, die in Luxemburg leben und die man auch gerne kontaktieren kann. Das Zielpublikum sind Lehrpersonen und Schüler/Schülerinnen, die über ihren IAM-Login die Hefte und Infografiken einsehen können.


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Nr. 11 Juni 2020

Ist das Literatur, oder...

Im Fokus der vorliegenden Ausgabe von forum papers steht das Thema Literatur in einem sehr weiten Sinne.

In einem kurzen Exkurs fasst Ian De Toffoli wiederkehrende Topoi der Luxemburger Literaturgeschichte zusammen: Das problemati-sche Selbstverständnis der Luxemburger Literatur und Literaturschaffenden, die allmähliche Professionalisierung des Literaturbetrie-bes ab den 1980er Jahren sowie die Emanzipation des Luxemburgischen als Literatursprache – einige der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zu einer mündigen und selbstbewussten Luxemburger Literatur, die in der neuen Nationalbibliothek inzwischen weder unter dem Sammelbegriff der „Luxemburgensia“ abgesondert werden noch in Buchhandlungen neben Kochbüchern um das Interesse der Leser*innen buhlen muss, sondern immer mehr Erfolg und Sichtbarkeit erfährt.

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Im Fokus der vorliegenden Ausgabe von forum papers steht das Thema Literatur in einem sehr weiten Sinne.

In einem kurzen Exkurs fasst Ian De Toffoli wiederkehrende Topoi der Luxemburger Literaturgeschichte zusammen: Das problemati-sche Selbstverständnis der Luxemburger Literatur und Literaturschaffenden, die allmähliche Professionalisierung des Literaturbetrie-bes ab den 1980er Jahren sowie die Emanzipation des Luxemburgischen als Literatursprache – einige der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zu einer mündigen und selbstbewussten Luxemburger Literatur, die in der neuen Nationalbibliothek inzwischen weder unter dem Sammelbegriff der „Luxemburgensia“ abgesondert werden noch in Buchhandlungen neben Kochbüchern um das Interesse der Leser*innen buhlen muss, sondern immer mehr Erfolg und Sichtbarkeit erfährt.

Was hat der einst als Musikgenre der sozialen Unterschicht verpönte Rap mit Literatur zu tun? Sehr viel, wenn es nach dem luxem-burgischen Rapper Dan Courte geht, denn kaum eine andere Musikrichtung setzt stärker auf den Text und greift dabei so eindrucks-voll auf klassische Elemente aus der Literatur zurück, um klare, rhetorisch geschickt umgesetzte und witzig verpackte, z. T. hochpoli-tische und sozialkritische Aussagen zu treffen. 

Online-Buchhandel, Konkurrenz durch globale Anbieter wie Amazon, steigende Mieten und nicht zuletzt ausbleibende Kundschaft: Als forum sich im Oktober 2013 mit Edmond Donnersbach, dem Inhaber der hauptstädtischen Buchhandlung Alinéa, unterhielt, hatten  jene strukturellen Veränderungen im Buchhandel bereits ihren Lauf genommen, die ihn nur dreieinhalb Jahre später dazu veranlassen sollten, die Schließung der 1995 gegründeten Buchhandlung anzukündigen. Dass die Schließung letztlich nur durch Unterstützung einer treuen Kundschaft abgewendet werden konnte, verdeutlicht einmal mehr, wie fragil dieser Geschäftszweig nach wie vor ist.

Die Schreibwerkstatt der Organisation ATD Vierte Welt, die seit 1998 etwa vier Mal jährlich in der Maison culturelle in Beggen organisiert wird, bietet einen Ort, an dem sich Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache schriftlich in Wort und Sprache kreativ ausdrücken und austauschen können. Das gemeinsame Ausloten unterschiedlicher Schreibtechniken und Vorlesen des Ge-schriebenen stimuliert nicht nur Fantasie, Inspiration und Selbsterkenntnis, sondern regt dazu an, sich anderen gegenüber zu öffnen und fördert so den gegenseitigen Respekt.

Die Zahlen, die Luc Belling und Marc Birchen rund ums Thema Lesen in Luxemburg anführen, verdeutlichen, inwiefern Geschlecht, Alter, Nationalität und Bildungsgrad Leseverhalten, -gewohnheiten und -bereitschaft beeinflussen. Sie liefern zudem interessante Einblicke in die Literaturvorlieben der LuxemburgerInnen und geben Auskunft darüber, was diese dazu veranlasst, ein Buch in die Hand zu nehmen.

Im Interview erläutert der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski, wie sich Sprache, Kommunikation und Denken durch die Digitalisierung verändert haben und welche Folgen die Visualisierung von Sprache und Schrift im Bild-Format nach sich zieht.

Jean-Marie Reding erklärt, was den durchschlagenden Erfolg von Superjhemp, dem Luxemburger Comic-Helden par excellence, ausmacht – und weshalb er sich an ausschließlich ausgewiesene InsiderInnen, nämlich an ein dezidiert luxemburgisches Publikum richtet.

Marianne Waringo hebt in ihrem Plädoyer für eine frühe Leseerziehung die positiven Effekte des Lesens auf Kinder hervor und gibt konkrete Tipps, wie diese gefördert werden kann.

Angenehme Lektüre wünscht

Samra Cindrak (forum-Redaktion)

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