1. Objectifs de la recherche
Der gekonnte Umgang mit Texten gehört zu den bedeutendsten Fertigkeiten, die die Jugendlichen sich während ihrer schulischen Laufbahn aneignen. Sowohl beruflich als auch privat erweist sich die Kunst des Lesens und die Handhabung des geschriebenen Wortes als unerlässlich. Trotz hoher Alphabetisierungsraten in den Industrienationen lässt sich immer wieder feststellen, dass die Lernenden sich generell eher mit Texten plagen als dass sie Freude am Umgang Literatur empfinden. Es fällt ihnen zunehmend schwer, zwischen den Zeilen zu lesen, das Gelesene zu visualisieren, geschweige denn die Vorteile guter Lesefertigkeiten im Allgemeinen zu erkennen. Oft fehlt ihnen der Ansporn, sie empfinden Texte als langweilig und schlichtweg unverständlich, ihnen fehlt der geeignete Zugang in die Buchwelt.
In diesem Projekt versuche ich daher insbesondere lernschwächeren Schülern oder Schülern, die aufgrund des heterogenen Sprachhintergrundes, Schwierigkeiten mit der Fremdsprache Deutsch haben, mit Hilfe der Textsammlung „Verbrechen" und der damit einhergehenden Verfilmung, den Zugang zu literarischen Texten zu ermöglichen. Diese Arbeit soll aufweisen, inwiefern das Medium Film eine sinnvolle Ergänzung zum Buch ist. Die unterschiedlichen Perspektiven und Wahrnehmungsmöglichkeiten, die sich dabei für die Schüler ergeben, bieten Letzteren eine differenzierende Herangehensweise an den Literaturunterricht und ermöglichen ihnen so neue Annäherungsmöglichkeiten an den Text.
2. Méthodes à mettre en oeuvre
Der Ausgangspunkt allen Unterrichtsgeschehens ist bei diesem Vorgehen der Text an sich. Die Schüler erschließen dabei die für den Unterricht vorgesehenen Texte inhaltlich, indem die Lehrperson sie auf Einzelheiten in der Textgestaltung (wie z.B. Wortwahl, Andeutungen und Spannungsmomente) und Stilmittel hinweist und sie diese zu deuten lernen. Punktuell und gezielt wird dabei die Verfilmung in den Unterricht eingebunden, um zunächst spezifische Handlungsabläufe, wichtige Einzelheiten in der Erzählung und bestimmte Darstellungsverfahren zu analysieren. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Abweichungen der filmischen Inszenierung des Textes und auffällige visuelle Effekte kritisch betrachtet, woraus ein angeregtes Unterrichtsgespräch entstehen soll. Handlungsorientierte Aufgaben verbinden dabei beide Bereiche des Visuellen, so dass die Schüler erfahren, wie Filmkunst einen Zugang zum Text und zum Literaturunterricht ermöglicht.
3. Résultats escomptés
Ich erwarte mir von dieser Arbeit, mit dem Fokus auf literarischen Texten und dem Medium Film, die Motivation und das Textverständnis der Lernenden zu fördern. Unter der Berücksichtigung lernschwacher Schüler oder einer Schülerschaft, die aufgrund ihres Migrationhintergrundes der Fremdsprache Deutsch eher mit Befremden begegnet, kann diese Herangehensweise neue Perspektiven und Zugänge erschließen.